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Engineering Netzwerk: Kein Chef ist auch keine Lösung?!

„Demokratie darf nicht vorm Werkstor enden!“ lautet eine alte gewerkschaftliche Forderung. Die Demokratisierung von Unternehmen wird aber auch im Rahmen betriebswirtschaftlicher Organisationskonzepte diskutiert. Am 25.10.10 um 17:00 Uhr klären wir, was hinter diesen Ansätzen steckt.

Gegenwärtig versammelt sich hinter dem Stichwort Demokratisierung von Unternehmen ein ganzer Strauß von betriebswirtschaftlichen Organisationsentwicklungsansätzen. Beteiligung, Holocracy, democratic leadership, WOL (Working out loud) sind alles Modelle, in denen Beschäftigte eigenverantwortlich ihre Arbeit (manchmal auch deren Inhalt) organisieren und Hierarchien weitgehend oder ganz abgeschafft sind.

Diese Ansätze gehen davon aus, dass Unternehmen künftig nicht mehr im bürokratischen, hierarchischen Korsett funktionieren können, wenn sie erfolgreich sein wollen. Ausgangspunkt der Überlegung ist, dass moderne Wissensarbeiter*innen gerne und vor allem auch eigenverantwortlich arbeiten. Arbeit gilt als der ideale Ort zur Selbstverwirklichung. Wenn Mitarbeiter nun ‘empowert’ werden sollen, meint das letztlich, dass das Unternehmen stärker von den individuellen Fähigkeiten der Beschäftigten profitiert. Unklar ist jedoch, ob die Beschäftigten im selben Maße von dieser Einsatzbereitschaft profitieren.

Was bedeutet Demokratisierung für die Unzahl an Prozessen in Unternehmen, wie werden diese legitimiert? Welche Potentiale bietet das Leitbild “demokratisches Unternehmen“ für die Beschäftigten? Wie stehen diese Ansätze zur verfassten Mitbestimmung von Betriebsräten?

Referent: Ronald Staples, Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 25.10. 18 im Gewerkschaftshaus/Paradiesgarten, Richard Wagner Str. 2, 93055 Regensburg.

Info und Kontakt: Karin Wagner,